Fernstudium Psychologie: Kostenvergleich für Bachelor & Master in Deutschland

Wer sich heutzutage mit einer Auflistung der beliebtesten Studienfächer befasst, stößt vergleichsweise rasch auf die Psychologie. Leider haben jedoch nicht alle Interessenten die Chance, einen Platz Im Rahmen eines Präsenzstudiums an der Universität zu ergattern.

Psychologie Fernstudium Kosten Vergleich

Vergleich der Kosten und Preise (Studiengebühren) für Psychologie Bachelor Fernstudiengänge in Deutschland.

Fernuniversität Kosten & Infos
IUBH Internationale Hochschule ungefähr 11.762 €
Hochschule Fresenius auf Anfrage
APOLLON Hochschule der Gesundheitswirtschaft ungefähr 12.232 €
PFH – Private Hochschule Göttingen ungefähr 12.554 €
Europäische Fernhochschule Hamburg ungefähr 13.392 €

Psychologie Fernstudium in Deutschland

Viele deutsche Hochschulen sind mittlerweile dazu übergegangen, die Anzahl der Studierenden mit Hilfe des Numerus Clausus zu beschränken. Dies bedeutet jedoch nicht, dass beispielsweise Abiturienten, die Lust auf den Studiengang Psychologie haben, sich zwangsläufig auf die Suche nach anderen Studienmöglichkeiten begeben müssten.

Denn: Wer möchte, kann Psychologie selbstverständlich auch im Fernstudium studieren. Dieser Schritt bietet sich auch unter anderem dann an, wenn parallel zum Beruf (und damit möglichst flexibel) gelernt werden soll.

Eine Frage, die in diesem Zusammenhang immer wieder aktuell wird, ist: „Wieso handelt es sich bei Psychologie eigentlich um eines der beliebtesten Studienfächer?“

Sicherlich sind die Gründe dafür, sich genau für dieses Studienfach zu entscheiden, besonders vielseitig. Neben einem persönlichen Interesse (wobei niemand Psychologie studieren sollte, um sich selbst zu therapieren) steht häufig auch die Tatsache im Fokus, dass ein Abschluss im Bereich der Psychologie die Grundlage für eine interessante Karriere bilden kann.

Denn: Wer Psychologie studiert, muss nach seinem Abschluss nicht zwangsläufig als Psychologe in einer Praxis arbeiten. Vielmehr handelt es sich bei den Master- und Bachelorabsolventen um beliebte Bewerber auf Jobs aus den unterschiedlichsten Bereichen. Vor allem im Marketing gehören psychologische Kenntnisse schon lange zu den grundlegenden Skills, die dabei helfen können, sich vom Rest der Mitbewerber abzuheben.

Studieninhalte und Schwerpunkte

Studenten, die sich auf der Basis eines Fernstudiums dazu entschlossen haben, einen Abschluss in Psychologie zu erwerben, haben – ebenso wie an der klassischen Hochschule – die Möglichkeit, sich auf verschiedene Teilbereiche zu fokussieren.

Auch hier gilt selbstverständlich, sich im Vorfeld zu überlegen, welche berufliche Laufbahn nach dem Studium angestrebt werden soll. Basierend auf dem jeweiligen Ziel, ist es dann möglich, den Studiengang exakt an die eigenen Vorstellungen und Wünsche anzupassen. Je nachdem, ob das Fernstudium Psychologie in Vollzeit oder in Teilzeit absolviert wird, lässt sich der entsprechende Studienschwerpunkt früher oder später setzen.

Wer zum Beispiel schon vergleichsweise früh weiß, dass er sich im Rahmen seiner beruflichen Laufbahn auf den Marketingbereich fokussieren möchte, kann hierfür – je nach Studienart – häufig schon im Rahmen des zweiten Semesters die Basis schaffen.

Selbstverständlich ist es jedoch in der Regel auch zu einem späteren Zeitpunkt noch möglich, individuelle Schwerpunkte neu zu definieren. Dies gilt vor allem dann, wenn es ohnehin ein breitgefächertes, grundlegendes Basiswissen braucht, um auf bestehenden Modulen aufbauen zu können.

Grundsätzlich lässt sich das Fernstudium Psychologie in die Bereiche:

  • pädagogische Psychologie
  • Organisationspsychologie
  • klinische Psychologie
  • Gesundheits- und Arbeitspsychologie

aufteilen.

Der Bereich der pädagogischen Psychologie fokussiert sich vor allem auf das menschliche Verhalten im Zusammenhang mit Bildung. Fragen wie „Wie lernen Kinder in der Schule?“ oder „Was sollte aus psychologischer Sicht bei der Bildung von Erwachsenen beachtet werden?“ rücken hier besonders häufig in den Fokus. Die Studenten erfahren – sowohl im Fernstudium als auch beim Präsenzstudium – viel darüber, wie Menschen in unterschiedlichen Situationen lernen und worauf beispielsweise mit Hinblick auf die Förderung besonders begabter Schüler und im Inklusionsbereich geachtet werden sollte.

Studierende, die es sich zum Ziel gesetzt haben, nach dem Fernstudium Psychologie in einem großen Unternehmen zu arbeiten, um dieses auf Basis ihrer erworbenen Kenntnisse zu unterstützen, entscheiden sich häufig für den Studiengang der Organisationspsychologie. Dieser Bereich befasst sich unter anderem mit dem Verhalten von Menschen, die innerhalb von Organisationen arbeiten. Hierbei spielen häufig Fragen wie „Wann und weshalb arbeiten Arbeitnehmer am effizientesten?“ eine wichtige Rolle. Viele Absolventen bewerben sich nach ihrem Studium auch bei Unternehmensberatungen. Hier nutzen sie ihr Wissen, um andere Unternehmen effektiv mit Hinblick auf eine Verbesserung der psychologischen Ist-Situation (und den entsprechenden Optimierungsbedarf) zu beraten.

Wer sich vorgenommen hat, nach seinem Psychologie Studium als Psychologe in einer Praxis zu arbeiten, entscheidet sich in der Regel für den Teilbereich der klinischen Psychologie. Hier geht es darum, psychische Störungen zu erforschen und zu erfahren, wie diese jeweils am besten therapiert werden können.

Aufgrund der Tatsache, dass es eine vergleichsweise breitgefächerte Fülle an Basiswissen braucht, um in diesem Bereich Fuß fassen zu können, kann ein entsprechender Schwerpunkt in der Regel erst nach Abschluss des dritten Semesters gesetzt werden. Viele Studenten empfinden es als besonders interessant, dass bei einem Studium rund um den Bereich der klinischen Psychologie zunächst nicht zwischen psychischen Störungen unterschiedlicher Altersgruppen differenziert wird.

Vielmehr werden im Laufe der Zeit Verbindungen zwischen klassischen psychischen Krankheiten geschaffen. So kann herausgearbeitet werden, weshalb viele Störungen ihre Wurzeln in der Kindheit der Betroffenen haben.

In einer Zeit, in der Depressionen, Burnout und Co. leider eine immer zentralere Rolle innerhalb der Arbeitswelt spielen, setzen viele Unternehmen auf Absolventen, die sich auf den Bereich der Gesundheits- und Arbeitspsychologie fokussiert haben. Mit ihrer Hilfe sollen optimale Voraussetzungen dafür geschaffen werden, dass übermäßigem Stress und psychischen Krankheiten vorgebeugt werden kann. Weiterhin nutzen viele Unternehmen häufig die Kompetenzen der Psychologen, um einen hohen Gesundheitsstandard für ihre Mitarbeiter beizubehalten.

Wie ist das Fernstudium Psychologie aufgebaut?

Ein Fernstudium im Bereich Psychologie setzt sich aus mehreren Modulen zusammen. Auch wenn sich die Grundregeln der einzelnen Anbieter beziehungsweise Fernuniversitäten manchmal voneinander unterscheiden, gelten in der Regel die folgenden Richtlinien:

  1. Der Einführungsbereich setzt sich aus zwei Modulen, der Bereich rund um Forschungspraxis und Grundlagen aus sieben Modulen und der Anwendungsbereich aus drei Wahlpflichtmodulen zusammen. Die einzelnen Module bauen aufeinander auf und müssen dementsprechend nacheinander abgearbeitet werden.
  2. Um mit dem Modulbereich rund um die Forschungspraxis beginnen zu können, ist es wichtig, zunächst die beiden Einführungsmodule zu absolvieren.
  3. Danach ist es sinnvoll, zunächst die Module aus dem Bereich der Einführung und der Forschungspraxis zu absolvieren, bevor mit den Wahlpflichtmodulen im Anwendungsbereich weitergemacht wird.

Gerade im Bereich Psychologie wird jedoch besonders großen Wert darauf gelegt, nicht nur theoretisches Wissen zu erwerben, sondern dieses auch in der Praxis auszutesten. Dementsprechend ist es wichtig, dass die Studenten unter anderem an Experimenten teilnehmen. Weiterhin gilt es häufig als Voraussetzung, dass auch Experimente beziehungsweise Versuche in Eigenregie organisiert werden.

Um das Fernstudium abschließen zu können, braucht es zudem ein Praktikum. Im Idealfall sollte dieses sich selbstverständlich an den beruflichen Zielen des Studenten orientieren.

Den Abschluss des Fernstudiums bildet die Bachelorarbeit (oder später: die Masterarbeit). Hier geht es darum, eine individuelle Fragestellung zu bearbeiten, die Regeln wissenschaftlicher Recherche und Dokumentation anzuwenden und das Ergebnis entsprechend aufzuarbeiten. Damit besagte Abschlussarbeit angemeldet werden kann, ist es wichtig, dass zuvor alle anderen Module erfolgreich abgeschlossen wurden.

Fest steht: Wer sich dazu entschließt, Psychologie im Fernstudium zu absolvieren, sollte sich immer darüber im Klaren sein, dass es hier meist auch Seminare gibt, in deren Zusammenhang Präsenz gefordert wird.

Wie lange dauert ein Fernstudium Psychologie?

Wie lange ein Fernstudium im Bereich Psychologie dauert, ist von mehreren Faktoren abhängig. Wer beispielsweise einen akademischen Grad erhalten möchte, sollte mit einer längeren Studiendauer kalkulieren als ein Student, der sich auf einen klassischen Fernkurs fokussieren möchte.

Weiterhin spielt es selbstverständlich eine wichtige Rolle, ob das Fernstudium als Vollzeit oder Teilzeitvariante absolviert wird. Wer Vollzeit studiert, benötigt bis zu seinem Bachelorabschluss in der Regel mindestens sechs Semester.

Studenten, die es sich zum Ziel gesetzt haben, möglichst schnell ihren Abschluss zu erlangen, können sich auch mit Hinblick auf die Angebote privater Institute informieren. Das Wissen wird hier besonders komprimiert vermittelt, so dass einem Abschluss innerhalb von einigen Monaten in der Regel nichts im Wege steht.

Wer an das Bachelor Studium mit einem Master anknüpfen möchte, sollte – auf der Basis eines dazugehörigen Vollzeitstudiums – mit einer Dauer von circa zwei Jahren rechnen.

Besonders wichtig – mit Hinblick auf die Angabe von Zeitspannen – ist jedoch auch die Fähigkeit zur Selbstmotivation. Denn: nur weil ein Studium in Vollzeit absolviert wird bedeutet dies nicht, dass Studenten besonders effektiv arbeiten würden.

Vielmehr braucht es ein hohes Maß an Selbstdisziplin und Selbstkontrolle, um dafür zu sorgen, dass der Stoff innerhalb das jeweiligen Semesters und in der Regelstudienzeit durchgearbeitet wird. Wer sich dazu entschlossen hat, sein Fernstudium Psychologie als Vollzeitvariante auszuführen, sollte mit einem wöchentlichen Zeitaufwand von circa 40 Stunden rechnen. Im Zusammenhang mit einem Studium in Teilzeit reduziert sich die Stundenanzahl entsprechend um die Hälfte.

Übrigens: selbstverständlich können auch Vorkenntnisse dafür sorgen, dass ein Studiengang etwas weniger Zeit in Anspruch nehmen kann. Dies gilt vor allem dann, wenn in der Vergangenheit bereits ein paar Semester absolviert wurden, dann jedoch beispielsweise eine berufliche Pause dafür sorgte, dass das Projekt Fernstudium vorerst auf Eis gelegt wurde.

Abschlussvarianten für das Fernstudium Psychologie

Wie bereits erwähnt, kann ein Fernstudium Psychologie sowohl mit dem Bachelor als auch mit dem Master abgeschlossen werden. Besonders wichtig – auch mit Hinblick auf den weiteren Karriereweg – ist es jedoch, dass der betreffende Abschluss auch tatsächlich anerkannt wird.

Studenten sollten daher unbedingt darauf achten, dass:

  • das betreffende Fernstudium akkreditiert wurde
  • es sich bei der ausgesuchten Fernschule um eine staatlich anerkannte Einrichtung handelt.

Werden diese beiden Faktoren gewährleistet, handelt es sich beim betreffenden Abschluss um eine Auszeichnung, die dem Abschluss an einer klassischen Hochschule in nichts nachsteht.

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein?

Neben einem grundlegenden Interesse an der Thematik und der Fähigkeit, sich immer wieder selbst zum Lernen zu motivieren, müssen auch formale Voraussetzungen erfüllt werden, wenn es darum geht, mit einem Fernstudium Psychologie zu starten. Im ersten Schritt ist es wichtig, eine sogenannte Hochschulzugangsberechtigung vorweisen zu können. Diese wird in der Regel entweder mit dem Abitur oder dem Fachabitur erbracht. Wer kein Abitur vorweisen kann, kann diesen Abschluss auch häufig durch eine zweijährige Berufsausbildung oder dreijährige Berufserfahrung ersetzen.

Fest steht: in den allermeisten Fällen muss beim Fernstudium kein Numerus Clausus erfüllt werden. Dementsprechend gestaltet es sich häufig einfacher, mit einem Fernstudium als mit einem klassischen Studium im Bereich der Psychologie zu starten.

Aufgrund der vielseitigen Möglichkeiten ist es oft sinnvoll, sich mit Hinblick auf den Start in ein Fernstudium beraten zu lassen. Denn: auch Lehrgänge, die sich über einen Zeitraum von mehreren Stunden erstrecken und der Fortbildung dienen, können gegebenenfalls dafür sorgen, dass einer Studienaufnahme nichts mehr im Wege steht.

Wer eher Lust darauf hat, den klassischen Weg zu gehen, kann sich in diesem Zusammenhang natürlich auch über das Nachholen des Abiturs über den zweiten Bildungsweg erkundigen.

Nach dem Studium: Jobchancen und Berufsbilder im Bereich der Psychologie

Die beruflichen Chancen, die sich mit einem Studium im Bereich der Psychologie verbinden lassen, sind extrem vielseitig und beziehen sich bei Weitem nicht nur auf den klassischen Praxisalltag.

Vielmehr sind Absolventen überall dort gefragt, wo es darum geht, das Verhalten von Menschen einzuschätzen. Egal, ob im Bereich Marketing, der Arbeitnehmerzufriedenheit oder mit Hinblick auf das Aufspüren von Optimierungspotential: Absolventen aus dem Psychologie Bereich sind in der heutigen Zeit sicherlich gefragter denn je. Sie sind vor allem in:

  • Praxen
  • Unternehmensberatungen
  • pädagogischen Bereichen
  • der Produktentwicklung
  • Marketing-Segmenten

häufig vertreten und sorgen hier mit ihrem erworbenen Wissen dafür, dass die Handlungen bestimmter Personengruppen noch besser verstanden werden können.

Das Gehalt und individuelle Karriereaussichten

Nicht nur die Aussicht darauf, im eigenen Traumberuf erfolgreich sein zu können spielt mit Hinblick auf die Berufswahl eine wichtige Rolle. Auch die Höhe des Gehalts ist für viele Studenten der Psychologie ein wichtiger Faktor, wenn es darum geht, individuelle Schwerpunkte zu setzen. Doch wieviel verdienen Psychologen eigentlich?

Im ersten Schritt ist es wichtig, bei der Frage nach dem Gehalt zwischen den unterschiedlichen Aufgabenbereichen zu unterscheiden. Wer sich beispielsweise dazu entschließt, nach seinem Studium als angestellter Psychologe durchzustarten, kann in den ersten Jahren mit einem Gehalt von circa 3.000 Euro brutto rechnen. Diese Zahl kann jedoch auch variieren und ist vor allem vom betreffenden Unternehmen, dem Verantwortungsbereich und der wirtschaftlichen Situation abhängig.

Wer es im Laufe der Jahre schafft, eine Führungsposition zu besetzen oder gar seine eigene Praxis zu eröffnen, profitiert noch von weitaus besseren Gehaltsaussichten. In diesem Fall ist ein Bruttoverdienst von circa 6.500 bis 7.000 Euro brutto monatlich keine Seltenheit mehr.

Viele Statistiken zeigen, dass ausgebildete Psychologen besonders häufig mit Gehaltserhöhungen bedacht werden. Dies liegt unter anderem am wachsenden Erfahrungsschatz, ist jedoch auch von weiteren Faktoren, wie zum Beispiel dem persönlichen Verhandlungsgeschick und (im Falle einer eigenen Praxis) von der Anzahl der Patienten abhängig.