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Strukturierte Promotion

Bei einer strukturierten Promotion wird der Doktorand/die Doktorandin in ein strukturiertes Ausbildungsprogramm eingebunden. Die strukturierte Promotion kann als schnellerer Weg in die Wissenschaft bezeichnet werden, da sie dem Doktoranden/der Doktorandin eine zügigere Promotion - in der Regel innerhalb von 3 Jahren - bietet und die Einbindung in ein Betreuungskonzept und der frühe Kontakt zur wissenschaftlichen „community“ zudem sehr vorteilhaft für den eigenen wissenschaftlichen Werdegang sind. Durch die Förderung der Netzwerkbildung wird isolierter Forschung entgegengewirkt.

Die Beschäftigung der Doktoranden/-innen erfolgt über die Vergabe von Stipendien oder Beschäftigungsverhältnisse. Nachteil an der Stipendienfinanzierung ist allerdings, dass keine soziale Absicherung erfolgt und der eigenständige Abschluss einer Krankenversicherung notwendig ist. Stipendien sind jedoch eine Auszeichnung, da diese nur an „die Besten“ vergeben werden

Graduiertenausbildung

Als Vorbild für eine strukturierte Graduiertenausbildung dienen Promotionsstudiengänge in den USA. Den Anfang in der strukturierten Promotionsausbildung bereitete die 1989 getroffene „Bund-Länder-Vereinbarung zur Förderung von Graduiertenkollegs“, mit deren Durchführung die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) betraut wurde. Mittlerweile sind die DFG-Graduiertenkollegs zu einem festen Bestandteil der Promotionsausbildung an deutschen Hochschulen geworden.

Zudem wurde die strukturierte Promotionsausbildung von der DFG um Graduiertenschulen erweitert und auch von anderer Seite, wie z. B. von einigen Bundesländern und der Max-Planck-Gesellschaft, wurden inzwischen weitere Förderprogramme zur strukturierten Promotionsausbildung aufgelegt.

Graduiertenkollegs der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) 

Graduiertenkollegs sind zeitlich befristete Einrichtungen zur Förderung des graduierten wissenschaftlichen Nachwuchses. Sie werden zu einem bestimmten Forschungsschwerpunkt eingerichtet und von der DFG an die antragstellenden Hochschulen vergeben.

Ziel des Kollegs ist es, dem qualifizierten wissenschaftlichen Nachwuchs die Möglichkeit zu geben, in einem anspruchsvollen und nach Möglichkeit interdisziplinären Forschungsfeld zu promovieren. Graduiertenkollegs fördern in der Regel 10-15 Doktoranden/Doktorandinnen durch Stipendien und werden von 5-15 Hochschullehrern/-innen getragen. Die Dauer der Förderung der Kollegs beträgt 4,5 Jahre, kann jedoch einmalig verlängert werden, so dass die maximale Förderdauer 9 Jahre beträgt. 

Von der DFG geförderte „Internationale Graduiertenkollegs“ werden von einer deutschen Hochschule und einem Partner im Ausland getragen. An internationalen Graduiertenkollegs ist ein ca. 6-monatiger Aufenthalt beim jeweiligen Partner im Ausland Bestandteil des Stipendiums. Aber auch an nationalen Graduiertenkollegs besteht die Möglichkeit eines Auslandsaufenthalts. 

Anträge und Stipendien

Anträge auf ein Stipendium oder eine Stelle werden an die jeweiligen Kollegs gerichtet, wobei das Thema der Dissertation zum Forschungsfeld des Kollegs passen muss. Stipendien für Doktoranden/Doktorandinnen werden für zwei Jahre vergeben und können um maximal ein Jahr verlängert werden.

Während der Promotion bietet ein begleitendes Studienprogramm eine fundierte Einführung in den Wissenschaftszweig, in dem die Dissertation entsteht. Die in einem Graduiertenkolleg enthaltenen Elemente, wie die Einbindung der Dissertation in ein übergreifendes Forschungsprogramm, das begleitende Studienprogramm, ein Betreuungskonzept und frühzeitiger Kontaktaufbau zur wissenschaftlichen „community“, sollen bei geeignetem Einsatz eine frühe wissenschaftliche Selbstständigkeit der Doktoranden/Doktorandinnen erreichen.

Zudem sollen Graduiertenkollegs dem wissenschaftlichen Nachwuchs eine direkte Beteiligung an der Forschung ermöglichen sowie den Austausch und die Zusammenarbeit der Doktoranden/-innen untereinander fördern.  

Weitere Informationen zu Graduiertenkollegs finden Sie bei der DFG.

Graduiertenschulen der DFG

Für den Promovierenden/die Promovierende einer Graduiertenschule besteht der Unterschied zu einem Kolleg darin, dass das wissenschaftliche Themenfeld an einer Graduiertenschule umfassender ist. Während Graduiertenkollegs ausschließlich zur strukturierten Graduiertenausbildung eingerichtet werden, dienen Graduiertenschulen auch der Stärkung des Schwerpunktes der jeweiligen Universität. Die Promotionszeit beträgt wie an den Graduiertenkollegs drei Jahre.   

Da die Graduiertenschulen einer thematischen Fokussierung weniger unterworfen sind, besteht eine größere Freiheit bei der Bestimmung des Dissertationsthemas. Auch bei den Graduiertenschulen sollen den Doktoranden/-innen ein strukturierter Promotionsprozess, der je nach Graduiertenschule variiert, sowie ein intensives Betreuungskonzept die Promotionszeit verkürzen. 

Ausbildung herausragender Nachwuchswissenschaftler

Graduiertenschulen sollen international wettbewerbsfähige und exzellente Standorte in Deutschland schaffen und den wissenschaftlichen Nachwuchs fördern, um ihn zu herausragenden Wissenschaftlern/-innen auszubilden. Die Graduiertenschulen sollen sich eher durch ein wissenschaftliches Profil oder Leitbilder auszeichnen als durch einen einheitlichen Themenkomplex.

Zudem ist eine Integration der Wirtschaft und Industrie in die Graduiertenschulen erwünscht. Im Gegensatz zu Graduiertenkollegs werden die Schulen zunächst für 5 Jahre gefördert. Ob und in welchem Maße eine Graduiertenschule weiter gefördert wird hängt von der Beurteilung der DFG ab.  

Weitere Informationen zu Graduiertenschulen finden Sie bei der DFG.

Weitere wichtige strukturierte Promotionsprogramme

In Anlehnung an die Reformvorschläge des Wissenschaftsrates und der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) zur Doktorandenausbildung von 2002 haben sich weitere strukturierte Promotionsprogramme etabliert. 

Das Angebot umfasst strukturierte Promotionsstudiengänge an Universitäten, strukturierte Programme im Sinne eines Studiums an außeruniversitären Einrichtungen  (z. B. die Max Planck Research Schools in Kooperation mit den Universitäten, die Promotionskollegs der Hans Böckler-Stiftung) und strukturierte Förderprogramme der Länder (z. B. die NRW- Forschungsschulen, die Graduate Schools Niedersachsen).

Zudem bietet auch die EU eine Fördermaßnahme zur strukturierten Promotion innerhalb der Marie Curie Maßnahmen an, die Initial Training Networks. Die Förderung der Doktoranden/-innen erfolgt über Stipendien, die von den Einrichtungen, wie Promotionskollegs und Forschungsschulen, der strukturierten Programme selbst vergeben werden.