Häufig gestellte Fragen (FAQ)

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  1. Wo / Wie finde ich einen geeigneten Studienplatz?

  2. Warum sollte ich mich über Fördermöglichkeiten informieren?

    Die Quelle der Finanzierung kann sich im Verlauf einer wissenschaftlichen Karriere schnell ändern. Zwischen der Bewerbung und dem Erhalt der Förderung liegen aber oft 6 bis 12 Monate. Es ist daher ratsam, sich früh über die Förderlandschaft zu informieren, um in einer entsprechenden Situation schnell reagieren zu können.

    Auch wenn man eine sichere Anstellung hat, wird empfohlen, sich dennoch mit den Optionen einer Förderung bekannt zu machen. Neben großen und fachübergreifenden Organisationen und Programmen gibt es außerdem eine Vielzahl an Möglichkeiten für spezielle Fachbereiche oder kleinere Projekte.

  3. Was beinhaltet ein Stipendium?

    Die Höhe eines Stipendiums ist je nach Förderinstitution unterschiedlich und richtet sich auch nach dem Förderungszweck des Stipendiums. So sind Stipendien zur Promotionsförderung meistens höher als Stipendien zur Studienförderung. Ein Stipendium teilt sich oft in einen Grundbetrag und zweckgebundene Zuschüsse/Nebenleistungen auf, die sich aber auch je nach Förderinstitution unterscheiden. Zu zweckgebundenen Zuschüssen können z. B. Büchergeld, Forschungskostenpauschalen, Zuschüsse zu Sach- und Reisekosten gehören.

  4. An wen werden Stipendien vergeben?

    Grundsätzlich werden Stipendien für jede Phase der wissenschaftlichen Karriere, vom Studium über die Promotion und die Postdoktorandenphase bis zur Habilitation, vergeben. Die Ausrichtung der einzelnen Stiftungen und Förderorganisationen auf bestimmte Phasen der wissenschaftlichen Karriere variiert allerdings.

  5. Wer vergibt eigentlich Stipendien?

    Stipendien werden hauptsächlich von Stiftungen vergeben. Stiftungen lassen sich in öffentliche, unternehmensverbundene und private Stiftungen unterteilen. Desweiteren werden Stipendien von Förderorganisationen vergeben. Hierzu gehören z. B. die „Deutsche Forschungsgemeinschaft“ (DFG) und der „Deutsche Akademische Austauschdienst“ (DAAD). Die EU vergibt im Rahmen der „Marie Curie Maßnahmen“ innerhalb des spezifischen Programms „Menschen“ des 7. Forschungsrahmenprogramms Stipendien für Auslandsaufenthalte.

  6. Kann ich mich bei mehreren Förderorganisationen parallel um ein Stipendium bewerben?

    Die parallele Bewerbung bei mehreren Förderorganisationen um ein Stipendium ist möglich und hat keine Auswirkung auf die einzelne Bewerbung. Es ist sogar empfehlenswert, dies zu tun, da sich somit die Erfolgschancen auf ein Stipendium erhöhen. Ratsam ist allerdings, die Parallelbewerbung jeweils im Bewerbungsschreiben anzugeben, da dies von vielen Förderorganisationen gewünscht wird.

  7. Wie müssen die Bewerbungsunterlagen zur Beantragung von Stipendien aussehen?

    Es ist wichtig, sich bei der Erstellung der Bewerbungsunterlagen an die Vorgaben des/der Stipendiengebers/-geberin zu halten und zudem die formalen Voraussetzungen zu beachten, wie z. B. Altersgrenzen und die äußerliche Form (Rechtschreibfehler hinterlassen keinen guten Eindruck).

    Die Bewerbung ist immer eine Eigendarstellung, das sollte bei der Erstellung der Bewerbungsunterlagen bedacht werden. So sollte auch gerade die Eignung des/der Bewerbers/Bewerberin für das Stipendium und das Ziel des/der Bewerbers/Bewerberin, das mit dem Erhalt des Stipendiums verbunden ist, aufgezeigt werden.

  8. Kann ich trotz Stipendium arbeiten?

    Ob und in welcher Höhe neben dem Stipendium noch Geld verdient werden kann, hängt von der Förderorganisation ab. Eine geringfügige Beschäftigung ist bei vielen Stiftungen noch möglich. Stipendien sind jedoch für diejenigen gedacht, die auch wirklich auf finanzielle Unterstützung angewiesen sind. Wer also zuviel verdient, dem kann das Stipendium entzogen werden.

  9. Welche Voraussetzungen benötige ich für eine Zulassung zu einem Promotionsstudium?

    Die Voraussetzungen für die Zulassung zu einem  Promotionsstudium sind in den Promotionsordnungen der jeweiligen Fakultäten festgelegt. Diese können von Fachbereich zu Fachbereich variieren. In der Regel enthält eine Promotionsordnung folgende Positionen:

    • Geeigneter Studienabschluss (Magister, Diplom, Master, Lehramt an Gymnasien und für Sekundarstufe II, in Ausnahmefällen auch exzellente Bachelorabsolventen u.a.)
    • In der Regel gutes bis sehr gutes Examen  (Alternativ könnte auch eine Promotionseignungsprüfung erforderlich sein)
    • Gegebenenfalls weitere Qualifikationsvoraussetzungen, zum Beispiel Seminarscheine, Sprachnachweise (Latinum, Graecum etc.) etc.
    • Übernahme der Betreuung durch eine prüfungsberechtigte Lehrperson  (Doktorvater/-mutter, i. d. R. Prof.)
    • An einigen Fakultäten sind durch die Promotionsordnung zudem fachspezifische Geltungsbereiche definiert, in denen sie ein wissenschaftliches Studium abgeschlossen haben müssen.

    Um Ihnen ein Beispiel zu nennen: Sie möchten an einer Universität  im Fachbereich Mathematik/ Naturwissenschaften promovieren.  Dann könnte es zu den erforderlichen Vorbildungen - zum Erwerb des akademischen Grades „Doktor der Naturwissenschaften“ – gehören ein wissenschaftliches Studium an einer staatlich anerkannten Hochschule im Geltungsbereich  Biologie, Chemie, Geographie oder Geowissenschaften, Mathematik, Physik, aber auch Sportwissenschaften mit der Diplom-, Magister- oder Masterprüfung abgeschlossen zu haben.

  10. Kann ich auch mit einem Bachelor-Abschluss promovieren?

    Der Master-Abschluss kann als erforderlicher Abschluss für die Zulassung zum Promotionsstudium   unter gewissen Voraussetzungen übersprungen werden. Zum einen muss dies in der Promotionsordnung der jeweiligen Fakultät so festgelegt sein. Zum anderen muss nicht nur ein herausragender Bachelorabschluss vorliegen, sondern der Absolvent/ die Absolventin muss zudem   seine/ ihre  besondere Eignung  im Rahmen einer Promotionseignungsprüfung unter Beweis stellen. Der direkte Zugang zur Promotion mit einem Bachelor-Abschluss  ist  jedoch selten und nur die Ausnahme.

  11. Kann ich mit meinem Fachhochschulabschluss promovieren?

    Grundsätzlich ist eine Promotion mit einem Fachhochschulabschluss möglich, allerdings kann sie durch die Promotionsordnung der Hochschulen ausgeschlossen werden. Wird man zur Promotion zugelassen, müssen eventuell noch zusätzliche (qualifizierende) Kurse besucht werden. Üblicherweise erfolgt die Zulassung nur bei herausragender und außergewöhnlicher Qualifikation.

  12. Welche Altersgrenze gibt es in Bezug auf Promotionsförderung?

    Fördermöglichkeiten wie Stipendien sollen den begabten wissenschaftlichen Nachwuchs unterstützen. Die Altersgrenzen variieren bei den einzelnen Förderorganisationen, ab 30 Jahren ist eine Förderung jedoch schwierig. Ausnahmen gibt es für Wissenschaftlerinnen mit Kindern, da hier die Erziehungsphase zum Teil angerechnet wird sowie bei Einrichtungen, die nur Frauen fördern.

  13. Zu welchem Zeitpunkt kann/sollte ich mich um eine Promotionsstelle bewerben?

    Der Zeitpunkt der Bewerbung kann von den Anforderungen der Stellenausschreibung abhängig sein. Grundsätzlich ist eine Bewerbung aber bereits kurz vor dem Studienabschluss möglich.

  14. Mit der Betreuung meiner Promotion bin ich unzufrieden. Was kann ich tun?

    Wenn Sie mit Ihrer Betreuung unzufrieden sind, sollten Sie sich zunächst an ihre/-n Betreuer/-in wenden. Möglicherweise gibt es einen Interessenvertreter für Promovenden an der Hochschule oder Forschungseinrichtung an der Sie promovieren. An einigen Einrichtungen werden auch Doktorandenseminare angeboten, die den Promovenden gegenseitige Unterstützung bieten. Falls es dieses Angebot an Ihrer Einrichtung nicht gibt, können Sie selbst eines gründen.

  15. Was sollte ich beim Verfassen eines Exposés beachten?

    Bei einer Stipendiumsbewerbung sowie der Suche nach Doktorvater/-mutter wird in der Regel ein Exposé der Dissertation verlangt. Dies bietet zudem die Möglichkeit, sich mit Untersuchungsgegenstand, Methodik und Aufbau der eigenen Arbeit auseinanderzusetzen. Für das Verfassen des Exposés sollte ausreichend Zeit eingeplant werden und anschließend Korrektur gelesen werden.

  16. Warum ist ein Zeitplan für eine wissenschaftliche Arbeit wichtig?

    Eine wissenschaftliche Arbeit ist im Gunde nichts anderes als ein Projekt. Ein guter Zeitplan ist daher sehr hilfreich zur Planung eines großen Forschungsvorhabens wie einer Dissertation oder Habilitation. Die Teilnahme an Seminaren zu Projekt- und Zeitmanagement ist deshalb sehr zu empfehlen.

  17. Ich schreibe gerade meine Doktorarbeit. Sollte ich jetzt schon Vorträge halten?

    Ja. Die eigene Forschung auf Fachtagungen und Konferenzen vorzustellen ist ein guter Weg, um Feedback und Kritik von Wissenschaftlern/-innen seines Fachgebietes zu erhalten. Die aktive Teilnahme an wissenschaftlichen Veranstaltungen bietet auch eine gute Möglichkeit Kontakte zu knüpfen. Positive Reaktionen können außerdem motivierend wirken.

  18. Warum sind Publikationen so wichtig?

    Publikationen haben vorrangig eine Beweisfunktion. Durch die Publikation wird bewiesen, dass die eigene Forschungsarbeit zu einem bestimmten Forschungsergebnis geführt hat. Zudem spielen sie eine große Rolle in der Vergabe von Forschungsgeldern, da sie als Indikator für wissenschaftlichen Erfolg gelten.

  19. Wann und wie sollte ich mit dem Publizieren anfangen?

    Mit Publikationen sollte so früh wie möglich begonnen werden. Während der Promotion können durch die Mitarbeit an einer Festschrift oder durch das Verfassen einer Rezension erste Erfahrungen im Publizieren gesammelt werden. Im Rahmen einer wissenschaftlichen Arbeit, wie der Dissertation, beschäftigt man sich außerdem häufig mit Themen, die sich später als unbrauchbar für die eigentliche Arbeit herausstellen. Aus solchen Themen lassen sich eventuell eigenständige Aufsätze verfassen, die in einer Zeitschrift oder einem Sammelband veröffentlicht werden können.

  20. Welche Fördermöglichkeiten gibt es für Postdoktoranden/-doktorandinnen?

    Die Finanzierungsmöglichkeiten der Postdoktorandenphase  (engl.  Postdoc) sind vielfältig. Neben der Finanzierung über eine befristete oder unbefristete Stelle an  einer  Hochschule  oder außeruniversitären Forschungseinrichtung  besteht die Möglichkeit der Finanzierung  über ein Individual- oder Forschungsstipendium dazu gehören beispielsweise*:

    Alle Fachbereiche

    Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) – Emmy Noether Programm

    Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) – Finanzierung der eigenen Stelle

    European Research Council (ERC) - ERC Starting Independent Researcher Grant

    European Research Council (ERC) - ERC Advanced Investigator Grant

    FAZIT-STIFTUNG - Habilitationsstipendien

    Fritz Thyssen Stiftung - Stipendien für jüngere, promovierte Nachwuchswissenschaftler/-innen

    Landesstiftung Baden-Württemberg - Eliteprogramm für Postdoktoranden

    VolkswagenStiftung - Lichtenberg-Professuren

    Humboldt-Forschungsstipendium für Postdoktoranden


    Geisteswissenschaften

    Fritz Thyssen Stiftung - Jürgen-Heideking-Fellowships (Geschichte)

    Herzog August-Bibliothek Wolfenbüttel - Hauptprogramm  (historisch orientierte Fachrichtungen

    Robert Bosch Stiftung - Fast Track

    VolkswagenStiftung / Fritz Thyssen Stiftung - Dilthey-Fellowships


    Wirtschafts-, Sozial- und Rechtswissenschaften

    VolkswagenStiftung - Schumpeter-Fellowships


    Natur- und Ingenieurswissenschaften

    Carl-Zeiss-Stiftung - Nachwuchsförderprogramm

    Christiane Nüsslein-Volhard-Stiftung

    Evonik Stiftung - Post-Doc-Stipendium (Chemie)

    Fonds der Chemischen Industrie - Liebig-Stipendium (Chemie und angrenzende Bereiche)

  21. In welcher Phase meiner wissenschaftlichen Karriere kann ich DFG-Anträge stellen?

    Die DFG bietet keine Förderung für Doktoranden/Doktorandinnen an, die durch den Doktoranden/die Doktorandin beantragt werden können. Doktoranden/Doktorandinnen werden zwar durch die von der DFG geförderten Graduiertenkollegs durch Vergabe von Stipendien gefördert, aber die Ausschreibung der Stipendien erfolgt durch die einrichtende Hochschule. Eine Ausnahme bei der Beantragung durch Doktoranden/Doktorandinnen bildet die Beantragung von Kongressreisen. Hier dürfen auch Doktoranden/Doktorandinnen einen Antrag stellen. Ansonsten gilt, dass ein Antrag auf Förderung erst dann gestellt werden kann, sobald die Dissertation beim zuständigen Prüfungsamt eingereicht wurde. Anschließend muss dann noch der Nachweis über den Abschluss der Promotion erbracht werden. Über das ausführliche Verfahren in diesem Fall informieren Sie sich bitte auf den Seiten der DFG www.dfg.de

  22. Welche Fördermöglichkeiten bieten sich mir als alleinerziehende Mutter für meine wissenschaftliche Karriere?

    Die bekanntesten Stiftungen sind die Hildegardis-Verein und die Christiane Nüsslein-Volhard Stiftung. Der Deutsche Akademikerinnenbund (DAB) gewährt Druck- und Publikationszuschüsse.

  23. Was ist bei einem Ortswechsel zu beachten?

    Ein Ortswechsel während der wissenschaftlichen Karriere ist nicht unüblich. Ist man gerade mit einem wissenschaftlichen Projekt (Promotion, Habilitation) beschäftigt, sollten die Vor- und Nachteile eines Ortswechsels abgewogen werden. Man verlässt die gewohnte Infrastruktur (Bibliothek, etc.) und das Eingewöhnen in eine neue wissenschaftliche Umgebung kann eine Verzögerung der wissenschaftlichen Arbeit von Wochen oder Monaten bedeuten.

  24. Was sollte ich bei einem Auslandsaufenthalt beachten?

    Viele Arbeitgeber legen Wert auf vielfältige Auslandserfahrungen. Natürlich ist hier abzuwägen, welche Standorte für die Forschung relevant sind, doch sollte im Falle mehrerer Auslandsaufenthalte die Wahl auf verschiedene Länder fallen. Das Sammeln von Erfahrungen in verschiedenen wissenschaftlichen Umgebungen kann ebenfalls positive Auswirkungen auf die persönliche Entwicklung haben.

    Die Stellensuche in Deutschland aus dem Ausland empfinden viele als schwierig. Ist man nicht mehr Teil der nationalen wissenschaftlichen Gemeinschaft, erfährt man selten von Stellen, die ohne öffentliche Ausschreibung vergeben werden. Daher ist es wichtig, den Kontakt nach Deutschland auch aus dem Ausland zu halten. Dies kann durch den persönlichen Kontakt zu ehemaligen Kollegen /-innen geschehen oder durch das Besuchen von Vortragreisen, Tagungen und Kongressen.

  25. Woher bekomme ich Zuschüsse für einen längerfristigen Auslandsaufenthalt?

    Die bekannteste Förderorganisation ist der Deutsche Akademische Austausch Dienst (DAAD). Darüber hinaus werden Auslandsaufenthalte auch von der Dr. Jost Henkel Stiftung, der Alexander von Humboldt Stiftung sowie den Marie Curie Actions des 7. Forschungsrahmenprogramms der EU gefördert. Darüber hinaus gibt es Organisationen, die teilweise gezielt den Austausch zwischen zwei Ländern fördern. Der DAAD bietet eine Stipendiendatenbank, mit der man solche Organisationen suchen kann.

  26. Wo finde ich Finanzierungsmöglichkeiten für die Rückkehr aus dem Ausland?

    Rückkehrerprogramme  für deutsche Wissenschaftler aus dem Ausland  werden von unterschiedlichen Förderinstitutionen angeboten:

    Nordrhein-Westfalen

    Die nordrhein-westfälische Landesregierung hat ein Programm zur Förderung der Rückkehr des wissenschaftlichen Spitzennachwuchses aus dem Ausland aufgelegt: http://www.wissenschaft.nrw.de/

    Förderung  der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG)

    DFG-Erstantrag

    Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) – Emmy Noether Programm

    7. Forschungsrahmenprogramm der EU

    Career Integration Grants (CIG)

    Intra-European Fellowships for Career Development (IEF)

    European Research Council (ERC)

    Stiftungen

    VolkswagenStiftung: Lichtenberg-Professuren

    Alexander-von-Humboldt-Stiftung: Feodor Lynen-Forschungsstipendium

  27. Ich bin Wissenschaftler/-in im Ausland und möchte nach Deutschland. Welche Fördermöglichkeiten gibt es für mich?

    Über die online Suchmaschine des  Deutschen  Akademische Austauschdienst (DAAD)  können Sie gezielt nach Fördermöglichkeiten  entsprechend Ihrem Herkunftsland suchen: http://www.daad.de/

    Einige Stiftungen fördern  gezielt den  wissenschaftlichen Nachwuchs aus spezifischen Ländern:

    Alexander-von-Humboldt-Stiftung: Georg Forster-Forschungsstipendium für erfahrene Wissenschaftler

    Bundeskanzler-Stipendienprogramm für Führungskräftenachwuchs aus den USA

    Bundeskanzler-Stipendienprogramm für Führungskräftenachwuchs aus der Russischen Föderation

    Intra-European Fellowships for  Career  Development (IEF)

    Katholischer-Akademischer-Austauschdienst (KAAD)

    Robert-Bosch-Stiftung: China Traineeprogramm

    Für deutsche Wissenschaftler/-innen, die im Ausland tätig sind, gibt es sogenannte Rückkehrerstipendien.

  28. Wie knüpfe ich Kontakte?

    Kontakte in der wissenschaftlichen Gemeinschaft können ein wichtiger Faktor für die Karriere sein. Kontakte kann man durch die Teilnahme an wissenschaftlichen Veranstaltungen, wie Sommerschulen oder Tagungen, oder durch die Mitgliedschaft in einer wissenschaftlichen Fachgesellschaft oder einem Netzwerk knüpfen.

  29. Wo finde ich Stellenangebote in der Wissenschaft und Forschung?

    Eine Umfrage der Zeitschriften DUZ und Forschung&Lehre ergab, dass die meisten Stellen auf den Internetseiten der Hochschulen ausgeschrieben werden. Nur etwa die Hälfte aller Stellen werden über Jobbörsen veröffentlicht. Um Forschungseinrichtungen Ihres Fachgebietes zu finden, nutzen Sie den Research Explorer der DFG. Auf den entsprechenden Internetauftritten der Einrichtung können sie dann nach passenden Stellen suchen.

  30. Aufgrund des WissZeitVG kann ich keine befristete Stelle annehmen. Was mache ich jetzt?

    Eine befristete Anstellung nach Ablauf der Regelungen des WissZeitVG ist dann möglich, wenn Ihre Stelle zu mindestens 50% aus Drittmitteln vergütet wird, wie zum Beispiel eine Projektstelle. Um sich über die genauen Umstände ihrer Anstellung zu informieren, sollten Sie sich an die zuständige Abteilung für wissenschaftliches Personal wenden.

  31. Ich möchte mich momentan nicht auf die Wissenschaft festlegen. Was sollte ich beachten, um mir eine Karriere in Wirtschaft und Industrie offen zu halten?

    Wer sich noch nicht entschieden hat, ob der Weg nach der Promotion in die Wissenschaft oder in die Wirtschaft und Industrie führen soll, sollte in seiner Postdoktorandenphase Stellen wählen, die für beide Richtungen qualifizieren. Unternehmen legen meist viel Wert auf Teamarbeit, Verantwortungsbewusstsein sowie Erfahrung im Umgang mit Budget und in der Projektleitung. Diese Kompetenzen werden auch in wissenschaftlichen Projekten erworben. Daher ist es ratsam, in der Postdoktorandenphase ein eigenes Forschungsprojekt zu beantragen. Der DFG-Erstantrag ermöglicht die Beantragung eines Projektes bereits für junge Nachwuchswissenschafter /-innen.

  32. Was sind die Vorteile der Arbeit in einem Team/Projekt?

    Teamarbeit findet immer häufiger in der Wissenschaft und Forschung statt und wird zunehmend als Standard betrachtet. Selbst in den Geisteswissenschaften, traditionell eher ein Gebiet der „Einzelforschung“, findet immer mehr Forschung in Kooperationen und Teams statt. Die Arbeit im Team fördert nicht nur den fachlichen Austausch, sondern auch den Kontakt zu anderen Wissenschaftlern/-innen. Die gemeinsame Arbeit ist ein guter Weg Kenntnisse zu erwerben, die primär nichts mit der Wissenschaft und Forschung zu tun haben. Erfahrung im Projektmanagement, Organisation und Kommunikation werden auch in wissenschaftlichen Positionen immer wichtiger. Die Mitarbeit in einem internationalen Projekt bietet zudem die Möglichkeit, auch im Ausland Bekanntheit zu erreichen. Forschungsergebnisse im Rahmen eines internationalen Projektes werden eventuell auch im Ausland publiziert.

  33. Darf ich mich um Preise selbst bewerben?

    Es existieren zwei Verfahren zur Bewerbung auf Preise, die Eigenbewerbung und der Vorschlag durch einen Dritten. Welches Verfahren gewünscht wird, ist in der Preisausschreibung vermerkt. Es kann aber festgehalten werden, dass sich das Verfahren nach der Bedeutung des Preises richtet. Je höher die Bedeutung des Preises, desto wahrscheinlicher ist das Verfahren „Vorschlag durch einen Dritten“.

  34. Kann ich mich parallel um unterschiedliche wissenschaftliche Preise bewerben?

    Grundsätzlich ist eine parallele Bewerbung um Preise möglich und wird in der Praxis auch so durchgeführt. Wichtig ist die Beachtung der einzelnen Bewerbungsvorschriften, da diese gegebenenfalls Mehrfachbewerbungen ausschließen können.