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26.12.2011
19:09

Publish or Perish Teil 2

Wer bringt mir das Publizieren auf Englisch bei?

  Wie schon öfters erwähnt (z.B. im Blogeintrag „Publish or Perish Teil 1), ist es ohne eine entsprechende Publikationsliste kaum möglich einen guten Job in der Wissenschaft zu bekommen. Der Beginn der Doktorarbeit markiert oft auch den Start in die aktive Publikationszeit. Die meisten Fachzeitschriften veröffentlichen Artikel auf Englisch, d.h. ohne profunde Englischkenntnisse wird es schwierig seine Daten zu veröffentlichen. Werden wir aber während unseres Studiums ausreichend auf das Publizieren vorbereitet und ist es möglich auch ohne Auslandaufenthalt die notwendigen Englischkenntnisse zu erlangen?

Eine Möglichkeit im Studium mit englischsprachigem Fachjargon (Sciencespeak) in Kontakt zu kommen sind englische Vorlesungen. Ich hatte im Studium leider nur eine einzige Vorlesung auf Englisch. Warum sind eigentlich nicht alle oder zumindest einige Veranstaltungen im Studium englischsprachig?

Neben den Vorlesungen gibt es auch viele Praktika, bei denen man das Protokoll auf Englisch zu verfassen hat. Und natürlich gibt es die Möglichkeit ein Auslandssemester einzulegen, um seine Englischkenntnisse zu vertiefen. Ich habe zwei Semester in Großbritannien studiert (über das Erasmusprogramm der EU, eu.daad.de/eu/sokrates/05353.html) und habe dort zusätzlich einige kostenfreie Kurse über das Schreiben von wissenschaftlichen Artikeln besucht. Das war für mich enorm hilfreich, da ich so etwas nicht an der Uni in Deutschland hatte. Damals haben wir fast ausschließlich mit einem sehr guten Lehrbuch gearbeitet, das ich hier empfehlen möchte: „How to write and publish a scientific paper“ von Robert A. Day. Keine Angst, ich mache hier keine Schleichwerbung und bekomme auch keine Provision vom Autor oder vom Verlag...

In unserer Abteilung ist es üblich die Diplomarbeit/Masterarbeit auf Englisch zu verfassen. Die Abschlussarbeit soll auch so aufgebaut sein, dass die erzeugten Daten in eine Publikation einfließen. So kommt man gleich in den Genuss an einer Publikation mitzuwirken und kann seine „Schreibskills“ verbessern.

In unserer Graduiertenschule (IMPRS, http://imprs.ice.mpg.de/ext/) gibt es auch die Möglichkeit kostenfreie Englisch-Sprachkurse zu besuchen. Ansonsten muss man viel Lesen und üben, üben, üben... Learning by doing! Am besten jeden Tag ein bisschen schreiben!

26.12.2011
15:36

Labmeeting

Wissenschaft = Hypothesen testen

  Hypothese: eine Aussage, deren Gültigkeit man für möglich hält, die aber nicht bewiesen oder verifiziert ist. Für Hypothesen ist es üblich, dass die Bedingungen angegeben werden, unter denen sie gültig sein sollen (Quelle Wikipedia). Hypothesen kann man nicht 100%ig beweisen, sondern sie höchstens mit gut gewählten Experimenten falsifizieren / testen.

 In einem Arbeitsgruppentreffen, oder auf Neudeutsch „labmeeting“ werden aktuelle Projekte von Wissenschaftlern vorgestellt und organisatorische Fragen geklärt. In den Vorträgen der Wissenschaftler werden meist Daten von mehreren Monaten bis Jahren vorgestellt, was für gewöhnlich mindestens eine halbe Stunde dauert.

In unserer Arbeitsgruppe jedoch, wird von Doktoranden nicht ihr gesamtes Projekt vorgestellt, sondern nur die aktuelle Hypothese und mit welchen Versuchen man diese Hypothese testet, was meist nur ein paar Minuten dauert. Dabei versucht man traditionell seine Versuche so zu planen, dass die Hypothese zum Schluss falsifiziert wird, das heißt man versucht experimentell alles daran zu setzten, die Hypothese zu begraben. Falls das nicht möglich ist, dann fängt man an darüber nachzudenken, ob die Hypothese vielleicht richtig ist. Natürlich hat die versammelte Gemeinde der anwesenden Wissenschaftler schon einen großen Erfahrungsschatz auf dem Gebiet; und viele Experimente zum Falsifizieren der Hypothese sind nicht unbedingt notwendig, da sie schon in irgendeiner Form in unserem Labor durchgeführt worden. Deshalb gehen wir häufig direkt dazu über, die Experimente für die Bestätigung der Hypothese vorzustellen. Dabei ist es in unserem Labmeeting nicht wichtig, wie bedeutend die Hypothese ist, sondern wir üben hauptsächlich das Aufstellen knackiger Hypothesen und wie man sie effektiv testen kann. Für mich ist das eine der wichtigsten Übungen für Wissenschaftler.  Hypothesentraining-basierende Vorträge führen oft dazu, dass sich die Zuhörer im Labmeeting nicht von halbstündigen Datenpaketen erschlagen fühlen, sondern ihre Aufmerksamkeit direkt den Problemlösungen zuwenden. Da kann man die Gruppenintelligenz besser nutzen. Sehr effektiv!

Zusätzlich hängen neben jedem Büro Tafeln (whitebords), auf denen jeder Büroangehörige seine aktuelle Hypothese und deren experimentellen Test aufschreibt.  So bleibt man (oder der Chef) immer im Bilde, welche Experimente gerade im Labor laufen.

Dorothea Meldau
Diplom-Biologin
Dr. Stefan Meldau
Biologe
Doktorandin seit 2008

Max Planck Institute for Chemical Ecology, Jena
Arbeitsgruppenleiter am MPI für chemische Ökologie und am Deutschen Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) in Leipzig.

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